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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Für Mitglieder
gesetzlicher Kostenträger
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
KREUZDARMBEINGELENK
weiterer Suchbegriff:
chronische Schmerzen im Kreuzdarmbeingelenk
Sch merzhafte Störungen im Kreuzdarmbeingelenk werden als Iliosakralgie , ISG-Syndrom oder auc h als ISG-Arthropathie bezeichne t.
Das Kreuzdarmbeingelenk
(Ar
ticulatio sacroiliaca), auch als I
l iosakralgelenk
bezeichnet, befin
det sich zwischen
Kreuzbein
und
Hüftbein. Es besitzt flache, unebene Gelenkflächen mit seh
r geringer Beweg
lichkeit,
fixiert durch krä
ftige Hal
tebänder (Ligamen
ta sacroil
iaca).
Differentialdiag
nostisch
(= welche Erkrankungen sons
t noch in Frage kommen können)
ist an ein
Len
denwirbelsäulensyndrom bzw. an eine
Lum
balgie zu denken.
Einem Sch
merz im
Kreuzdarmbeingelenk
liegen meist funktionelle Störun
gen
zugrunde, oft hervorgerufen du
rch Fehlhaltungen,
Bein
verkürz
ungen oder auch Abnutzung.
Ansonsten sind Iliosakralgelenksart
hropathien
meist
auf entzündliche Ursac
hen zurückzuführen (z.B. entzündlich
/rheumatisch bei
Mor
bus Bech
terew).
Patienten mit einem ges
törten
Kreuzdarmbeingelenk
klagen beson
ders bei Rumpfbeugung, verbunden mit Rotation
(= Drehung), über Schmerz en im lumbosakralen Übergangsbereich (=
Übergang von der unt
eren
Lendenwirbelsäule zum
Kr
euzbein),
aber auch typischerweise ü
ber Schmerz en im Bereich der Spina il
iaca posterior
super
ior (= hinterer oberer
Darmbeinstachel) mit
unspezifischen Ausstrah
lungen in die
Beine (Gesäß, hin
terer und seitlicher
Oberschen
kel bis zur
Wade und evt
l.
Ferse).
Neurologische Aus
fälle bestehen nicht. Schmerz en,
die von den
Beckenbändern aus
gehen, sind in der Regel nich
t auf den
Rücken
beschränkt, son
dern es treten noch andere Schmerzlokal
isationen hinzu,
besonders bei typischen
Beweg
ungen.
Therapie bei Schmerzen im
Kreuzdarmbeingelenk
Grundsätzlich gil t, daß durch eine geeignete Diag
nostik (= Maßnahmen zur Er
kennung von Krankheiten)
versucht werden mu
ß, eine für die geklagten Schmerz en ursäch
liche, spezifische
Erkrankung zu en
tdecken. Gelingt dies, so muß diese zu
nächst kausal
(= entsprechend dem Krankheitsbild)
behandel
t werden.
Dazu ein Beispiel:
Wird ein sch
merzhaftes
Kreuzdarmbeingelenk durch
eine Beinverkürzung verursacht, so wird man zunächst en
tsprechende orthopädische
Schu
he zum Höhenausgleich verord
nen.
Verbleiben nach einer
krankhei
tsspezifischen Behandlung dennoch Sch
merz
en
im
Kreuzdarmbeingelenk, so eig
nen sich zur
Behandlung folgende Maß
nahmen, wobei
Dauerschmerzen prak
tisch immer eine
Kom
bination von verschiedenen Therapieverfahren erforder
n:
Medikamen
töse Schmerzbehandlung:
Akut
(= plötzlich ei
nsetzend, heftig) und
subaku
t (= eher schleichender Verlauf)
könn
en
wie auch bei anderen
Rückenschmerzen zunächs
t (vorwiegend) peripher wirkende
Analge
tika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Sch
merzentstehung wirken)
eingesetz
t werden, insbesondere sog. nich
tsteroidale Antirheumatika
(=
Rheumamittel),
aus dieser Gru
ppe möglichst lang wirkende und magensc
honende wie z.B. Mobec®).
Beson
ders magenschonend und auch entzündungshemmen
d sind die sog.
COX-2 Inhibitoren,
z.B. Parecox ib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcox ia®),
allerdings schein
t diese Stoffg
ruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Ris
iko verbunden
zu sein, zum
indest bei längerer Therapie
dauer.
Bei stärkeren
schmerzhaf
ten Muskel
verspannungen können darü
ber hinaus auch Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Mus
kelentspannung) (z.B.
Norf
lex®, Mydocalm®) verordnet werden.
Manchmal sind aber die Sch
merzzustände
nur mit zentral
wirkenden An
algetika (z.B. Tramadol, Valor
on N® oder soga
r
Morphin) (= im Gehirn bzw.
Rückenmark wir
kende
Schmerzmittel) be
herrschbar.
Grundsätzlich sollte aber eine län
gerfristige Schmerzmittelverord
nung wegen der
Gefah
r der Gewöhnung oder gar Abhän
gigkeit
vermieden werden.
Die Kombinat
ion mit schmerzdistanzierenden An
tidepressiva
(= Mittel gegen Depress
ion, aber auch bei
chronischen Schmerzen hilfreich) (z.B.
Doxep
in, Maprotilin) oder auch Neu
roleptika
hilft in vielen Fällen Schmerzm
ittel einzusparen.
Therapeu
tische
Lokalanästhesie
(=
Behand
lung mit einem örtlichen Betäubungsm
ittel)
gegen Schmerzen im
Kreuzdarmbeingelenk:
Bei anhaltenden Sch
merz en sollten rechtzeitig al
ternative Methoden eingesetzt
werden. Eine sehr wir
ksame Alternative, ohne jedes Gewöh
nungs- oder
Such
tpotential, ist die therapeutische Lokal
anästhesie mit einem lang wirken
den
örtlichen Betäubungsm
ittel (z.B. Bupivacain) in Form von ört
lichen
Betäubungen und Nervenblockaden.
Die einfachste diesbezügliche Therapie besteht
in engmaschig wiederholten (stationär bei uns 2xtäglich), lokalen Infiltrationen der
Kreuzdarmbeingelenke (Kort
ison-Zusatz kann
den Heilun
gsprozeß beschleun
igen) und der meist verspannten Musku
latur im
Bereich der unteren
Lendenwirbelsäule. Je nach segmen
taler Ausdeh
nung reichen
ca. 5-10 ml Bupivacain 0,25% bis 0,5% völl
ig aus. In hartnäckigen Fäl
len kann
dicht an das bet
roffene Il iosakralgelenk
ein d
ünner Katheter*
(= Kuns
tstoffschlauch) eingepflanzt
werden, über den das Lokal
anästhetikum mehrmals täglich sch
merzfrei eingespritzt
werden kann.
Bei weiter
hin verbleibenden hef
tigen Schmerz en kommt als näch
st
höhere Therapiestufe die l
umbale Periduralblockade
(= rückenmarknahe Betäubung im Lend en
bereich),
insbesondere kontinuierl
ich mit Katheter* in Frage. Diese Betäubun
gsform
ist eine sehr effek
tive Therapiemaßnahme, die allerdings nur unter stationären
Bed
ingungen durchgeführt werden sollte. Bei technischer Beherrsch
ung, ad
äquater
Lokalanästhetika-Dosierun
g und Beachtung der hyg
ienischen Belange kann das
Ris
iko bei der Anzeige "Rüc
kenschmerz" bzw. bei einer
schmerzhaften Störun
g im
Kreuzdarmbeingelenk
als
vert
retbar eingestuft werden.
Wenn eine Peridural
blockade technisch schwer oder
nich
t durchführbar ist (z.B. bei Mißbil
dungen, Zustand nach operat
iver
Wirbelsäulenversteifung usw.), bie
tet sich die sog.
Kaudalanästhes
ie
(= rückenmarknahe Betäubung durch einen
Kanal im
Kr
euzbein
hindurch) an, die
auch mit Kathete
r* möglich ist, sofern dieser wegen der der Gefah
r einer
Entzündung
seitlich un
ter der Haut mittels einer Un
tertunnelung weggeführt wird.
Erhöht man die Menge des ört
lichen Betäubungsmittels (z.B. 20-25ml Bu
pivacain
0,1 bis 0,15 %) kann auch der Lenden- /
Kreuz
bereich erreicht werden.
Statt
mit einem örtlichen Betäubungs
mittel können die aufgeführten, rüc
kenmarknahen
Blockaden auch mi
t einer verdünnten Morph
in-Lösung durchgeführt werden,
allerdin
gs ist dabei die oft zu beobach
tende, über die Behandlungszeit hinaus
anhal
tende Wirkung deutlich weniger ausgepräg
t.
Bei sehr schweren und sons
t kaum
behandelbaren
Rückensch
merzen kann zur Durchführung rücken
marknaher Blockaden
auch eine kleine Sch
merzpumpe unter die Hau
t eingepflanzt werden. Das
Arzneim
ittelreservoir der Pum
pe wird dann in bestimmten Zeitabstän
den durch die
Haut h
indurch mit Hilfe einer Sprit
ze wieder aufgefüllt.
Bei der so g . kon tinuierlichen Blockade mit Ka theter wird vorübergehen d (z. B. 10 -14 Tag e lang) ein dünner Kuns tstoffschlauch dich t an Ner vengeflechte bzw. den be troffenen Ner ven eingepflanzt. Die Einpf lanzung erfolg t durch eine han delsübliche Kan üle h indurch, es mu ß also nicht „aufgesch nitten“ w erden. In der Fol g e wird ü ber diesen Kathe ter mehr mals tägl ich, j eweils nach Abkl ingen der vorangegangenen Dos is, das Lokalanäst hetikum (= örtliche Betäubungsmittel) völlig sch merzlos nachgespri tzt. In bestimm ten Fäl len kann zur Verabreic hung des ör tlichen Betäubungsm ittels durch den Kat heter hin durch auch eine k leine Pum pe angeschlossen werd en. Das ört liche Betäubungsm ittel wird bei d ieser Behand lung so dosier t, dass die g robe Kraf t erhalten bleibt (bei gleich zeitiger Hemmung der Sch merzreizleitung), damit beg leitend krankengymnastische Übungsbehand lungen möglich bleiben. Dass die schmerzl indernde Wirkun g i.d.R. über die eigen tliche Behand lungszeit hin aus anhäl t, ist u.a. darau f zurückzu führen, daß bei d ieser Blockadebehand lung auch d ie sog. vegetat iven Ner ven bet roffen sind (Sympath ikolyse), woraus im behandel ten Körperbereich eine sehr deu tliche Durchblutungssteigerun g resultiert. Dies ist der Gru nd, warum diese Behandlungsmethode beson ders bei Schmerzen, die durch en tzündliche oder auch degenerative (= abnutzungsbeding te) Prozesse entstanden sind, hil freich ist. Gleiches gil t für auch Schmerzen im Rah men einer Nerven erkrankung, da eine verbesser te Durchblutung auch den Nervenzellstoffwech sel optimiert. Nach neueren Erkenn tnissen vermag eine solche in tensive Blockadebehandlung auch das sog. Sch merzgedächtnis zu löschen.
Physi
kalische Behandlung:
Auch eine Elektrost
imulation kann bei einem sch
merzhaften
Kreuzdarmbeingelenk eine Beschwerdel
inderung herbeiführen. Die
transku
tane
Nervenstimulation mit Niederfrequenz
generator über Klebeelektroden (TENS)
hat den Vor
teil, daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandel
n können. Die
Elektroden werden im Sch
merzbereich aufgeklebt. Durch Verän
derung der
Stimulationsfrequenz und der Elek
trodengröße kann die Wirkung opt
imiert werden.
Wir verordnen TEN
S grundsätzlich nur leih
weise für 6 Monate, da erfahrungsgemäß
die Wirkung nac
h längerer Anwendung nach
läßt. Auch eine sog. Hoch
tontherapie
kann sehr hilfreich sein.
Eine weitere physikalische
Behand
lungsmöglichkeit ist die oberflächliche Käl
tetherapie im
Schmerzbereich. Wir ver
wenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Lu ftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühl
t ist.
Manche Patienten em
pfinden allerdings lokale Wärmeappl
ikationen (Rotlicht) als besser
wirksam. Warme Bäde
r können ebenfalls schmerzl
indernd wirken.
Die Verordnung gewöhn
licher Massagen ist auch bei einem Schmerz im
Kreuzdarmbeingelenk
nich
t sinnvoll. Für den Patient
mag diese Behand
lung zwar angenehm sein, aber unter schmerztherapeutischem
Aspek
t bringt sie nichts und führ
t nur zu unnötigen Kosten.
Nahezu unverzich
tbar ist aber die
heilgymnast
ische Therapie um Dys
balancen der beteiligten
Muskel
n
nachhaltig auszugleichen.
Besonders bei akuten Bloc
kierungen hat die man
uelle
Therapie (Chirotherapie) durch
aus gute Erfol
ge aufzuweisen.
Andere Maßnahmen:
Der Vollständig
keit halber darf die
Akupunk
tur zur Behandlung
dieses Gelen
kschmerzes nicht unerwähn
t bleiben.
Auch eine
Mag
netfeldtherapie
Die M
ethoden der moder
nen
Schmerztherapie
bieten auch opt
imale Vorausse
tzungen für eine
Ansch
lußheilbehandlung
(A
HB)
bzw.
Ansch
lußrehabilitation.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Für Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bz
w. 111 SG B V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemä ß OPS 8
-918 durchgeführ t. Die Klinik ist beihilfefähig. Teil
weise übernehmen
auc h Ren
tenversicherungen und Berufsgenossenschaf
ten die
Kosten für eine station äre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zuvor (gilt auch für private
Kassen oder Beihilfe) beantragt werden.
Wenn Sie Fragen haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.
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Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am
Wochenende!
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* Fax: +49 (0)
7931 - 545-131
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Impressum Aktualisiert:>11.10.2009</>